Freitag, 6. September 2013
Das kam Unerwartet
Howdy Folks!
In diesem Eintrag möchte ich euch einen kleinen Einblick in mein Kleinstadtleben geben, und wie ich einige unerwartete Momente überstanden habe. Ich wohne in einem kleinen, sehr niedlichen Haus mit 2 anderen amerikanischen Freiwilligen. Wir verstehen uns jetzt schon ziemlich gut und erkunden zusammen unser Haus. Im Grunde genommen ist das Haus sehr einfach aufgebaut, 4 Schlafzimmer, zwei Wohnzimmer, eine Küche, zwei Badezimmer und ein Garten. Jeden Tag gibt es allerdings etwas Neues zu entdecken, z.B. eine Feuerstelle im Garten, ein Kamin im Wohnzimmer, ein Schrank unter der Treppe ( wie bei Harry Potter *-*) und so weiter. Ziemlich aufregend also, vorgestern haben wir z.B. unser WLAN Passwort entdeckt. Bis dahin habe ich zumindest in meinem Haus kein Internet gehabt, und war auf anderen Quellen unterwegs. Eine ganz besondere Beziehung habe ich zu einem kleinen Baum vor unserem Haus aufgebaut, der neben den riesigen Bäumen unserer Nachbarn etwas eingeschüchtert wird. Ich habe ihn "my little tree" getauft, was in der Tat nicht sehr einfallsreich ist, aber das ist so, wie wenn man sein neues Kuscheltier scherzhaft Rüdiger nennt und dann nicht mehr von dem Namen loskommt. Ist euch das schonmal passiert? Also mir ist das wirklich passiert, aber ich musste Rüdiger ( ein kleines Stoffschweinchen) leider in Deutschland lassen. Jedenfalls kümmere ich mich regelmäßig um meinen kleinen Baum, der die Form einer Buche hat, an dem aber Tannennadeln hängen, was ich persönlich etwas verstörend finde, weil hier alle Pflanzen aus Tannennadeln zu bestehen scheinen.
Darüber hinaus musste ich mich erstmal an die Höhenlage gewöhnen, 2300 m sinds hier im Tal, in den Bergen gehts dann bis an die 4000 Meter. Aber nach 2 Tagen war auch das kein Problem mehr und ich hab mit meinem Fahrrad die Gegend unsicher gemacht. Ich habe in den ersten Tagen, die ich frei hatte die Stadt ein wenig erkundet und danach immer wieder kleine Ausflüge in die 30 Minuten entfernten Berge gemacht, die das Tal einrahmen. Es ist wundervoll und ein tiefes Gefühl der Freiheit stellt sich in einem ein.
Am Sonntag hatte ich dann meinen ersten Arbeitstag im Café, der wirklich cool war. Über meine Arbeit möchte ich allerdings an anderer Stelle berichten. Am Sonntagabend haben meine Roomies und ich dann eine Hausparty gegeben unter dem Motto: The Big Lebowski. War recht chillig. :D Es gab viel Alkohol, natürlich nicht für mich, bin ja noch 18 und damit übrigens die jüngste in der community, den Film The Big Lebowski höchstselbst und ein anschließendes Lagerfeuer unter dem von Sternen nur so übersäten Himmel. Der nächste Tag war frei, sogenannter Labour Day. Wer wusste davon natürlich nichts - richtig, Rähäll ( so spricht das amerikanische Volk meinen Namen aus - ein Kunde meinte: " Warum zur Hölle nicht einfach Rachel?!" Ich glaube, er und ich sind Seelenverwandte.) Ich stand also um 7 Uhr auf, wunderte mich, warum niemand sonst auf den Beinen war, und raddelte quietschens Richtung Stadt. War aber alles nicht so dramatisch, ich hab dann einfach einen Tagesausflug gemacht, Richtung Berge.
Am Abend sind wir zu einem Feuerwerk anlässlich des 4. Julis gefahren. Da wurde dann plötzlich die ganze Patriotismustüte geöffnet, mit Nationalhymne singen während Hand aufs Herz und ganz viel God bless America Gedudel aus den Lautsprechern. Und dann ging das Feuerwerk los. Ich kann es eigentlich gar nicht in Worte fassen und auf den Videos ist es auch nicht das Wahre. Aber es war phänomenal! Absolut und in jeder Hinsicht. Das kam unerwartet! Ich dachte, jo, wird ja bestimmt ganz nett, und dann liefern die eine Show ab. Allein für dieses Feuerwerk lohnt es sich schon regelmäßig nach Alamosa zu fahren. Im Hintergrund sang währenddessen eine Frau mit voller Inbrunst God bless America, fand nicht nur ich ganz witzig.
Gestern sind dann direkt zwei Dinge passiert, die ich so nicht erwartet habe. Aber mehr dazu in meinem nächsten Eintrag, aber es war heftig, um etwas euer Interesse zu wecken, Aliens spielen keine unerhebliche Rolle darin.
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