Dienstag, 28. Januar 2014

How I found paradise

Ich weiß, man soll nicht mit irgendwelchen christlichen Namen um sich rufen, aber bei mir ist das momentan etwas schwierig. Denn alles, was in meinem Kopf abgeht ist: Oh Jesus! Jesus Christ. Jesus Christus Christ. Nur das es sich anders anhört, als man es liest. Eher so: Oh Jiesäs! Jiesäs Chraistäs Chraist! (wehe ihr benutzt das deutsche r, wenn ihr das lest!!)
Ich habe nämlich eine Seite im Internet gefunden auf der man kostenlos Bücher lesen kann. Und zwar gute Bücher, nicht irgendwelche Wissenschaftsbücher, die eh niemanden interessieren. Und so kam es, dass ich in den letzten zwei Tagen einfach durchgelesen habe, außer ich war natürlich arbeiten. Und damit drei Bücher gelesen habe, die ich schon seit JAHREN lesen wollte! Und sie waren soo gut! Oh man. Und jetzt lese ich andere Bücher. Mir ist gar nicht aufgefallen, wie sehr es mir gefehlt hat zu lesen. Wenn man vollkommen gefesselt ist von einer Geschichte und lacht und weint und den Charakter im Buch anschreit und ihm sagt, was er zu tun hat. Wow. Das ist einfach das beste Gefühl ever. Und ich hab zwar nicht geweint, weil das Buch nicht traurig ist, aber ich hab heftigste Lachanfälle gehabt. Und jetzt kann ich einfach weiterlesen ohne irgendwo hinzugehen oder Geld auszugeben!!! PARADISEEEE!!!!

Weniger paradiesisch ist die Tatsache, dass ich arbeiten muss und zwar am Tag an dem Superbowl ist. Okay, ich muss nur am Anfang des Spiels arbeiten, aber hallo??! Dabei spielt das Team von Colorado!!
Ich hab also schon Pläne geschmiedet, wie ich auf schnellstem Wege einen Bildschirm vor die Nase kriege um mir das Spiel anzusehen. Drückt mir die Daumen!! Und den Denver Broncos auch!!

In ungefähr zwei Wochen flieg ich nach Texas, weil dort das Zwischenseminar stattfindet. Aber umso mhr mir von Texas erzählt wird, umso weniger scharf bin ich drauf, wirklich dorthin zu fliegen. Nicht das ich eine Wahl hätte. Aber ich war super aufgeregt vor einer Woche, und jetzt bin ich irgendwie nicht mehr so aufgeregt. Aber das ändert sich bestimmt noch.

Ich hatte ein paar interessante Gespräche in den letzten Tagen und noch interessantere Gedanken, über die ich noch eine Weile nachgrübeln möchte. Außerdem ist es hier schön warm, während ganz Amerika friert. HA! Ich bin froh, wenn das wirklich alles gewesen sein soll, was den Winter betrifft.
Allerdings glaubt das außer mir wohl niemand. Irgendein Kunde meinte letztens zu mir: Ist nicht mehr so lang, bis der Winter vorbei ist. Im Mai wirds wieder wärmer. Und ich war so geflasht, das ich gesagt hab: Are you freaking kidding me?? Nur, dass ich nicht freaking gesagt habe. Und er so lachend: Okay, April.
Oh. Achso. Wenn das so ist. Sind ja nur locker drei Monate! Danke für gar nichts, Dude!

Ich hab hinterher beschlossen ihm nicht zu glauben. Weil...die Hoffnung stirbt zuletzt, oder? Und außerdem wären für mich 15 Grad schon toll. Also 15 Grad Celsius.

Wenigstens laufen seit Wochen keine Rehe mehr durch die Stadt, die mir so einen Schock einjagen, dass sie mir den Rest geben würden, wäre ich nicht so ein taffes, starkes und richtig tolles Mädchen. Hey, ich gebe nicht an, das sind Fakten. Okay?!

Ich bin übrigens heute seit genau fünf Monaten in Amerika. Irre man. Die Zeit vergeht rasend schnell und langsam zugleich. Einfach nur stark.


Ich lese jetzt mal weiter und genieße meine paradiesischen Lebensverhältnisse. Einfach kostenlose Bücher!!! Zieht. Euch. Das. Mal. Rein.

!!!

Liebää unsoo.


PS: Ich bin kein Nerd.


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen